Üben und Metronom

Die Frage, ob mit und ohne Metronom geübt werden soll, stellt sich wahrscheinlich dem einen oder anderen Musiker. Einige bekannte Musiker üben fast ausschließlich mit dem Metronom, während andere dies nicht tun, da man sich nach deren Meinung durch das Üben mit dem Metronom in Sachen Timing von einer äußeren Quelle abhängig macht und dadurch das eigene Timing oder Rhythmusgefühl nicht verbessert wird.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man beim Üben sowohl mit als auch ohne Metronom spielen sollte, vorausgesetzt, das Metronom wird kreativ eingesetzt. Auf den kreativen Einsatz des Metronoms komme ich gleich zu sprechen.

Ich halte es persönlich so, dass ich neue Licks oder Stücke erst ohne Metronom einübe und versuche das gewünschte Tempo zu erreichen und das Tempo zu halten. Habe ich das erreicht, kommt meistens das Metronom bei mir zum Einsatz. Dabei orientiere ich mich an Übungen, die der Trompeter Dave Douglas in seinem Blog unter der Überschrift "the practice of ear training" aufgeführt hat. Dave Douglas ist übrigens ein sehr bekannter Trompeter, Komponist und Dozent, der neben zwei Grammy Nominierungen über 25 Alben als Bandleader und über 100 Alben als Sideman eingespielt hat. Hört ihn euch mal an, lohnt sich.

Die Übungen von Dave Douglas beinhalten etwa das Spielen vor und hinter dem Beat, das Klicken des Metronoms auf zwei und vier oder das weitere Aufteilen der Schläge, so dass das Metronom punktierte Viertel oder punktierte Halbe angibt. Dave Douglas beschreibt darüber hinaus noch weitere Übungen für schiefe Taktarten, wie etwa 5/4, 7/8 oder 9/8. 

Welche Übungen ihr für euch nutzt, müßt ihr entscheiden. Ich gebe euch lediglich ein paar Anreize, aus eurem gewohnten Übungsaltag auszubrechen und euch mal mit anderen Dingen zu beschäftigen.

 

 

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